Pressemitteilungen - Dr. Hans-Ulrich Rülke, MdL

Pressemitteilungen vom 16.05.2019:

Rülke: Kretschmann-Aussagen zu Schwimmunterricht irritierend

Pforzheim/Stuttgart. Als irritierend empfindet der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion und Pforzheimer Abgeordnete Dr. Hans-Ulrich Rülke die Begründung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, warum es eine Landesförderung für den Bau kommunaler Schwimmbäder nicht geben werde. Kretschmann hatte die Absage an die Förderung des Schwimmbadausbaus damit begründet, er selbst habe in der Donau schwimmen gelernt. Das habe nichts gekostet. „Ich finde es bezeichnend, dass der Ministerpräsident hier quasi Eltern empfiehlt, in großen Flüssen mit ihren Kindern schwimmen zu lernen, weil er die benötigten Mittel für Schwimmbäder lieber anderweitig vervespert! Damit ist auch klar, dass Pforzheim für seine Bäder keinerlei Unterstützung der grün-schwarzen Landesregierung in Stuttgart zu erwarten hat!“, so Rülke. Der Pressesprecher der DLRG habe unlängst mit den Worten „Flüsse wie die Donau sind Bundesschifffahrtsstraßen, keine Badeanlagen“ dringend von so etwas abgeraten. An der Autobahn würden Eltern ihre Kinder schließlich auch nicht spielen lassen. „Im vergangenen Jahr gab es außerdem 504 Badetote. Von denen sind fast 400 in Flüssen, Seen und Teichen ertrunken, aber nur 29 in Schwimmbädern. Ich fordere Herrn Kretschmann deshalb auf, umgehend klarzustellen, dass es keine gute Idee ist, Eltern zu raten, ihre Kinder in der Donau oder in Baggerseen schwimmen lernen zu lassen, sondern dass das am besten in Schwimmbädern unter Aufsicht passieren sollte! Dafür benötigen wir aber eben Schwimmbäder.“ Schon im Winter habe Kultusministerin Eisenmann unter Verweis auf noch laufende Untersuchungen Rülke die Auskunft verweigert, wie viele Grundschüler Zugang zu Schwimmunterricht hätten und ob man sich hier eine Förderung vorstellen könnte (Drucksache 16/5099). Mittlerweile sei die Katze aus dem Sack. „Grün-Schwarz interessiert sich nicht für Schwimmunterricht. Wenn eine Kommune sich ein Schwimmbad nicht leisten kann, hakt das die Landesregierung ganz offensichtlich als Pech ab.“
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