Pressemitteilung

Rülke: Landesverkehrsminister zu optimistisch bei Verkehrsentlastung für Dillweißenstein

Pforzheim/Stuttgart. Wie wirkt sich der weitere Ausbau der Westtangente und der dreistreifige Ausbau der B 463 bei Unterreichenbach auf Dillweißenstein aus? Welche Auswirkungen wird dieser Ausbau auf den Verkehr, insbesondere auf den LKW-Verkehr haben und wie sind die Maßnahmen zeitlich aufeinander abgestimmt? Diese präzisierenden Nachfragen hatte der FDP/DVP-Fraktionsvorsitzende im Landtag und Pforzheimer Abgeordnete Hans-Ulrich Rülke an Landesverkehrsminister Winfried Hermann im Oktober 2021 gestellt. Nun erhielt er Antworten auf seine Fragen. „Das Ministerium teilt mit, es sei im Zuge des weiteren Ausbaus der B 463, Westtangente Pforzheim nicht mit einer nennenswerten Zunahme des LKW-Verkehrs in Dillweißenstein zu rechnen“, fasst Rülke das Antwortschreiben zusammen.

Verkehrsentlastungen für Dillweißenstein würden sich erst mit Vollendung des zweiten Abschnitts zwischen der B 294 und der B 463 ergeben. Jedoch sei dieser Abschnitt derzeit als Bedarfsplanmaßnahme beim Bund geführt, aber nicht als vordringlich eingestuft. Der dreistreifige Ausbau der B 463 bei Unterreichenbach werde voraussichtlich vor dem Weiterbau der Westtangente zwischen B 294 und B 463 in Angriff genommen. Das Verkehrsministerium stelle ausdrücklich fest, so Rülke, der Ausbau der Bundesstraße bei Unterreichenbach führe nicht zu einer nennenswerten Leistungssteigerung der B 463. Auch sei kein großräumiger Ausbau der gesamten Bundesstraßenachse durch das Nagoldtal geplant.

Aus Rülkes Sicht ist Hermanns Optimismus gewagt. Eine solche Maßnahme führe absehbar zu mehr Verkehr in Dillweißenstein. Auch sei es enttäuschend, dass Hermann im Grunde sage, der zweite Abschnitt der Westtangente komme noch lange nicht. Im Ergebnis also: Zusätzliche Belastungen für Dillweißenstein ja; Entlastungen nein! So der Abgeordnete.